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Sonntag, 8. September 2019

Einstieg in DMR

Das Gerät


Ein Treffen im Berliner OV D20 weckte mein Interesse an DMR. Der Einstieg sollte ohne große Investitionen erfolgen. Damit begrenzte sich auch die Geräteauswahl. Meine Entscheidung fiel auf das Baofeng (Radioditty) RD-5R welches im Internet für rund 80,- zu bekommen ist. Das Gerät kann DMR, 2m und 70cm. Im Lieferumfang enthalten sind ein Standladegerät, ein USB-Programmierkabel, ein Headset und eine kleines "User´s Manual" (eng.).

Das kleine Gerät ist erstmal leer und mit Standardeinstellungen gefüllt. Der analoge Bereich kann ohne Programmierung verwendet werden, die Eingabe von Direktfrequenzen ist möglich.
Unumgänglich ist für den DMR-Betrieb die Anmeldung zum Erhalt einer DMR-ID und die Programmierung mit einem "Codeplug". 
Die Programmiersoftware gibt es auf der Radioditty-Web-Seite. Die Software von der Baofeng-Webseite funktionierte bei mir nicht. Ebenso gibt es dort die neueste Firmware.


DMR-ID:

Die Beantragung der ID ist bei https://register.ham-digital.org/ beschrieben. Nach ein paar Tagen erhält man nun per Mail die Bestätigung der erfolgreichen Eintragung.

CodePlug:
Der CodePlug wird über die Programmiersoftware erzeugt, wo Frequenzen, Gruppen, Geräteeinstellungen (z.B. Tastenbelegungen) festgelegt werden. Die Gerätekonfiguration ist recht verständlich und ohne Vorkenntnisse zu programmieren.
Bei den Frequenzen- , Gruppen-, Zoneneinstellungen, wo man nicht so vertraut ist, empfehle ich ein fertiges CodePlug zu verwenden (habe ich so gemacht). Wer sich da nun ein wenig durchkämpft, dem erschließt sich die Programmierung ziemlich schnell. Ich habe das CodePlug von Thorsten (DL9SEC) - Download- verwendet. Es gibt aber noch andere, die nach kurzer Internetsuche zufinden sind.

Update und Programmierung:

Wie heute üblich werden erst die Geräte verkauft und dann die Gerätesoftware, meist beim Kunden,  "entwickelt". Das RD-5R bekam ich mit einem alten Softwarestand und musste die Firmware updaten.
In dem Download ist eine Hinweisdatei enthalten, wo beschrieben ist, dass vor dem Update-Programm eine "Datenbankaktualisierung" stattfinden muss, und tatsächlich ohne diesen Schritt funktioniert das Update nicht.
Kombistecker ins Funkgerät und den USB-Stecker in den Rechner und es wird eine !Maus installiert!
Das ist komisch, funktioniert aber dennoch. Nun kann das Firmwareupdate erfolgen.
Nach der Installation der Programmiersoftware lädt man sich nun das Codeplug in die Software und nach eigenen Anpassungen ins Funkgerät.

In der Nähe eines DMR-Relais drückt man kurz die PTT und bekommt eine kurze Quittung. Das ist faktisch die Bestätigung der richtigen Einstellung und der erfolgreichen Registrierung.
Die Sprachqualität ist "digital" also ganz oder gar nicht und es ist ein Gedenkmoment beim Senden  einzulegen. PTT drücken und gleich reden funktioniert nicht. Die Kommunikationsstrecke braucht einen kleine Moment bis zum Aufbau.



Dienstag, 9. Juli 2019

Upgrade von Klasse E zur Klasse A

Hier möchte ich kurz meine Erfahrung zur Prüfungsvorbereitung von der Amateurfunkklasse E nach Klasse A berichten.

Die Klasse E habe ich vor rund 20 Jahren erworben und damit auf 70 cm und 2 m dank einer hohen Antenne auf dem Dach eines Hochhauses im Märkischen Viertels gefunkt. Mit meinem Umzug ins Umland mit einer ungünstigen Antennensituation brachte rund eine zehnjährige Betriebspause mit sich. Beim kramen in Altbeständen fiel mir mein altes Funkgerät in die Hände. Akku aufgeladen und der Funke sprang nach einigen QSOs wieder über.
Daraus folgte der Kauf eines Allband-Tranceivers und damit der Wunsch Betrieb auf den Klasse A - Bändern zu machen.

Nach einiger Internetrecherche fand ich die Internetseite von Tobias Bauer. Hier gibt es eine gute Übersicht über alle Hilfsmittel.

Meine Variante - wie auch die von Tobias...

Übung / Lernen


  • afutrainer von Oliver Saal // Vielen Dank für das klasse Programm... wie bei der theoretischen Führerscheinprüfung kann man hier die Prüfungsfragen durchpauken. Meine Hauptlernmethode!




  • Buch Amateurfunklehrgang -Technik - (ISBN: 978-3-8180-389-2) von E. MoltrechtNa ja, wenig genutzt. Wie auf der Seite von Tobias beschrieben, ist es ungünstig lediglich auf die Prüfungsnummern einen Bezug zu bekommen. Das zwingt parallel in die Prüfungsfragen zu schauen. Nicht wirklich hilfreich.


  • Online DARC-Kurs (Inhalt von E. Moltrecht)
    Diese Inhalte sind besser erklärt als im Buch, mit etwas Mühe können die Inhalte zum offline-üben heruntergeladen werden - vorgesehen ist das leider nicht.
  • Fragenkatalog der BNA zum Lesen z.B. in der Bahn. Mit einigen PDF-Programmen kann das geschützte Katalog als Buchform ausgedruckt werden. Mit einem Gummiband in der Mitte baut man sich ein DIN A5 Heftchen.
Im Wesentlichen habe ich mit dem "afutrainer" und dem "Lichtblick" gelernt.

Prüfungsübung ...


Ablauf

  • Nach dem Absenden des ausgefüllten Anmeldeformular (Wunschprüfort, Datum und Wunschrufzeichen angeben) gibt es von der Bundesnetzagentur erst eine Bestätigungs-Email und dann etwas später eine schriftliche Einladung zur Prüfung.
  • Die Gebühr (80,-€) sollte rechtzeitig überwiesen werden 
  • Zur Prüfung benötigt man:
    • gültigen Personalausweis oder Reisepass
    • Taschenrechner (ohne Textspeicher, nicht programmierbar // hat zwar niemand kontrolliert macht auch wenig Sinn da es eine Formelsammlung gibt)
    • alte Rufzeichenzuteilung (wird dann gleich ungültig gestempelt)
    • Kugelschreiber
    • Sicherheitshalber: 
      • die Einladung
      • den Überweisungsbeleg (Kontoauszug)
      • zweiten Taschenrechner, zweiten Kugelschreiber
Rechtzeitiges Aufbrechen sorgt für eine entspannte Ankunft.

die Prüfung (90min Zeit, reicht finde ich dicke)

  • Es gibt zwei Ordner einmal die Formelsammlung und einmal den Fragenkatalog (Nachbarn bekommen unterschiedliche Kataloge)
  • Ein Antwortblatt (Name nicht vergessen!)
  • Ein leeres Blatt für Notizen und Rechenschritte (bei Bedarf gibt es nach)

gleich nach der (bestandenen) Prüfung

  • wird die alte Zuteilungsurkunde wird ungültig gestempelt
  • es gibt die HAREC-Bescheinigung 
  • Das neue Rufzeichen ist am Folgetag in der Datenbank der BNA sichtbar
  • Die Zuteilungsurkunde kommt per Post mit einem Gebührenbescheid von 70,-€ (bei mir bereits einen Tag später!)

Viel Erfolg!







Sonntag, 7. Juli 2019

Bunkermuseum Kossa-Söllichau

Eingangsbauwerk

Zwischen Bad Schmiedeberg und Kossa liegt das Bunkermuseum "Kossa". Auf dem ehemaligen Gelände einer Munitionsfabrik entstand ab 1976 innerhalb von drei Jahren eine geheime Führungsstelle der NVA. Insgesamt wurden neben kleineren Schutzbunkern fünf Bunkeranlagen in den Sand der Dübener Heide gegraben. Die Bauten sind unterirdisch nicht untereinander verbunden.

Drei der Bunker können eigenständig im Rahmen der "Entdeckertour" besucht werden, die anderen sind nur mit einer Führung zugänglich. Der Begriff "Entdeckertour" triff das sehr gut. In den Anlagen selber gibt es viel zum Lesen und Anfassen.  Der Detailreichtum ist hier sehr hoch, fast als wäre die Anlage noch in Betrieb. Karten und Dokumente liegen auf Tischen und laden zum Stöbern ein. Eine Taschenlampe hilft hier beim Lesen in den schummrigen Ecken.



Schreibmaschine

Rechenanlage





Bevor man das Bunkermuseum erreicht und die "Straße" weiter den Betonsteinen folgt, steht auf der rechten Seite ein Bunker aus der Zeit der Munitionsfabrik.





Rund zwanzig Kilometer in nördlicher Richtung liegt die Lutherstadt Wittenberg mit ihrer großen Fußgängerzone. Sehenswert ist unter anderem das Asisi Panorama "Luther 1517".


In den frühen Abendstunden wirkt die Fußgängerzone wie ausgestorben. 

Einzig beim "Irish Harp Pub" muss man bei schönen Wetter schauen, das man draußen noch einen Sitzplatz bekommt.



Samstag, 1. Juni 2019

Nürnberg

Die Stadt in Mittelfranken bietet neben den kulinarischen Spezialitäten wie Brezeln, Lebkuchen,
Bratwürstchen, Tucher-Biere, Biere aus kleinen Brauereien auch viele andere Sehenswürdigkeiten im Altstadtbereich. Außerhalb der Burgmauer finden sich noch alte Gebäude zwischen 70er-Jahre-Architektur sowie neuen Bauten.


Pegnitz
Brunnen in der Altstadt
Hochwürden


Dokumentationszentrum "Reichsparteitagsgelände"

... bietet in der "Kongresshalle" umfassende Informationen über die Entstehung des NS-Baugigantismus des Reichsparteitagsgeländes, zudem bekommt man die Basisinformation für die Außenanlagen wie Zeppelin- / Märzfeld,  Luitpoldarena usw. Diese sind frei zugänglich.

Nur in Berlin zur Umgestaltung zur Reichshauptstadt "Germania"  wären solche Gestaltungsmaßnahmen noch umfangreicher gewesen.
Kongresshalle


Memorium Nürnberger Prozesse

Besichtigt werden kann der Gerichtsaal "600" worin die Prozesse gegen die NS-Kriegsverbrecher sowie zahlreiche Nachfolgeprozesse stattfanden. In einer Ausstellung sind die Beteiligten und die Prozessabläufe oft mit Medienunterstützung dargestellt.

Saal 600 des Schwurgerichtes

Felsengänge

Felsengänge
Aufgrund des felsigen Untergrundes in Nürnberg war es schon zu frühen Zeiten recht einfach in den Sandstein tiefe Kelleranlagen zur Lagerung anzulegen. Zur Zeit des zweiten Weltkrieges dienten diese Lagerkeller als Luftschutzräume. Viele dieser Keller wurden als zweiten Fluchtweg mit extra angelegten Verbindungsgängen verbunden. Entstanden ist ein weitreichendes Netz an Stollen und Kellern unter der Nürnberger Altstadt.
Felsengänge
Ein kleiner Teil davon, kann im Rahmen einer Führung begangen werden. Viel spannender als die "Standardführung" ist allerdings die "Dunkeltour". Ohne Licht, nur mit LED-Petroleumlampen-Imitaten geht es rund 90 Minuten auf die Entdeckung der Keller, hinunter bis zur dritten Ebene.



Kunstobjekt









Zivilschutzanlagen

Leider war es zum Zeitpunk meines Besuchs nicht möglich einen Blick in die Zivilschutzanlagen zu werfen. Diese sind nur zu sehr ausgewählten Zeiten als Sonderbegehung verfügbar.
Lediglich der Grundrissplan des Bunkers unter dem Eisenbahnmuseum kann in der Ausstellung angesehen werden. Unscheinbar ist auch die verschlossenen Tür von der Zivilschutzanlage in der Krebsgasse. Insider bemerken die bei näherem Hinschauen die Abluftöffnung.







Sonntag, 19. Mai 2019

Palm-Paddle mit CodeCube

... neueste Errungenschaft ist ein Palm-Paddle inklusive CodeCube. Einige OMs bemerken bei Paddles wie diesen, dass das Morsen dann eh das Gerät bzw. die Elektronik übernimmt.

Im Gegensatz zu einem Straight-Key stimmt das sicher.
Andererseits wird die Qualität besser, es geht schneller und an einem QCX ist es eine kleine mobile Lösung. Nur das Umlernen von Straight-Key zum Paddle dauert halt etwas. Mit dem eingebauten CodeCube und eine Kopfhörer kann CW geübt werden ohne die Umgebung zu belästigen.

Freitag, 19. April 2019

aufgelassener Friedhof in Pinnow

Kurz nach dem Ortseingang bei Pinnow (Hohen Neuendorf) aus Richtung Velten liegt ein alter vergessener Friedhof im Wald.

Ob man dort lieber nicht sein verstorbenes Haustier bestattet?

Grabstein
Gräber
Gräber
Grabstein

Mittwoch, 17. April 2019

Kühlungsborn

Kühlungsborn bietet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge an. In Kühlungsborn selbst kann ein ehemaliger Wachturm zur Grenzsicherung erklommen werden. Eine kleine Ausstellung informiert über Fluchten und Fluchtversuche über die Ostsee.

Ein paar Kilometer weiter Richtung Reirik können mitten im Feld kurz vor dem Ort zwei steinzeitliche Gräber besichtigt werden. Informationstafeln informieren über deren Geschichte.

In (an) Reirik befindet sich die Halbinsel Wustrow. Über eine schmale Straße gelangt man bis zum verschlossenen und bewachten Zugang von Wustrow. Zur NS-Zeit befand sich hier eine Flak-Schule, später wurden das Gelände von der Roten Armee weiter genutzt. Das Gelände gilt als munitionsbelastet und ist nur am Wochenenden mit Führungen zugänglich.

Wustrow
Wachturm in Kühlungsborn

verschlossener Bunkereingang in Heiligendamm


Großsteingrab der Jungsteinzeit (bei Reirik)